Was die Bankleitzahl heute noch bedeutet
Kurz gesagt
Warum die BLZ im Zahlungsverkehr verschwunden ist und trotzdem in jeder IBAN steckt.
Von der Pflichtangabe zur Teilmenge der IBAN
Bis zur SEPA-Umstellung war die Kombination aus Bankleitzahl und Kontonummer die Standardadresse jeder Überweisung in Deutschland. Seit dem verbindlichen Umstieg auf IBAN und BIC im Zahlungsverkehr wird die Bankleitzahl nicht mehr eigenständig abgefragt. Verschwunden ist sie deshalb nicht: In einer deutschen IBAN steht sie unverändert an den Stellen 5 bis 12.
Wo sie weiterhin gebraucht wird
Die Bankleitzahl ist der Schlüssel, über den sich ein Institut eindeutig identifizieren lässt. Sie taucht auf in Kontoauszügen und Altverträgen, in Formularen für Lastschriftmandate älteren Datums und überall dort, wo aus einer IBAN das Institut abgeleitet werden soll. Auch die Prüfziffernmethode für Kontonummern hängt am Institut und damit an der Bankleitzahl.
Wer sie vergibt
Zuständig ist die Deutsche Bundesbank. Sie führt die Bankleitzahlendatei, schreibt sie quartalsweise fort und kennzeichnet darin gelöschte Bankleitzahlen samt Nachfolge. Bei Fusionen behalten Institute übergangsweise oft mehrere Bankleitzahlen, bis die Systeme zusammengeführt sind.