Zum Inhalt springen

Effektivzins oder Sollzins: worauf es beim Kreditvergleich ankommt

Kurz gesagt

Warum zwei Kredite mit gleichem Nominalzins unterschiedlich teuer sein können.

Zwei Zinssätze, zwei Aufgaben

Der Sollzins ist der reine Preis für das geliehene Geld und die Rechengrundlage für den Zinsanteil jeder Rate. Der effektive Jahreszins bündelt darüber hinaus alles, was den Kredit tatsächlich verteuert: Zinsberechnungsmethode, Auszahlungszeitpunkt, Ratenrhythmus und laufende Entgelte. Seine Berechnung ist in der Preisangabenverordnung geregelt.

Warum der Vergleich nur mit dem Effektivzins funktioniert

Zwei Angebote mit identischem Sollzins können unterschiedlich teuer sein, wenn eines Gebühren enthält oder anders verrechnet. Der Effektivzins macht sie vergleichbar, weil er alles auf eine Größe herunterbricht.

Was auch der Effektivzins nicht zeigt

Eine freiwillige Restschuldversicherung fließt in der Regel nicht ein, obwohl sie die Kosten erheblich erhöhen kann. Ebenso wenig abgebildet sind Flexibilitätsmerkmale wie kostenlose Sondertilgung oder Ratenpause. Bei bonitätsabhängigen Angeboten gilt der beworbene Zins zudem nur für einen Teil der Kunden; verbindlich ist erst das persönliche Angebot.

Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Für den Einzelfall ist fachliche Beratung erforderlich.